1 Tag
Da sitze ich nun am Rhein Main Flughafen in Frankfurt, es regnet ich warte auf Martina und Laurence, die auch noch kommen sollen. Wir wollen in die Wüste, wir fliegen da aus eigenen Stücken hin, ohne von unseren Männern dahin geschickt zu werden. Also in die turkmenische Wüste, das Karakum.

 

(Die schwarze Wüste, kara schwarz, kum trockene Gebiet) …also Karakum und Achal Tekkiner. Wir reiten zu viert eine Woche lang auf den edelsten Pferden die man bzw. Frau sich vorstellen kann.
Es war ein bisschen langwierig und umständlich das Visum zubekommen, aber ich habe es; und gut ding will weile haben. Nach unserer Ankunft, am nächsten morgen rufe ich die Botschaft in Ashgabat an, einfach um zusagen, das wir angekommen sind.
Ich hoffe, dass wir viele schöne Bilder von Achal Tekkinern machen werden, deswegen fliegen wir unter anderem auch hin. Auf Achal Tekkinern, liegt ein Exportembargo, aber deswegen, kann man sie bei uns trotzdem kaufen.

 

Hotel Nissa
Unique Qualities: The four-star Nissa Hotel with a swimming pool, pool bar, sauna, turkish sauna, gym, Jacuzzi. Restaurant with italian cuisine (5 floors, 141rooms), built in 1998, is located in the very city centre close to the administrative district of the capital. The Carpet Museum is nearby. 'Turkmenbashi' airport - 20 minutes. Railway station - 10 minutes. Visa and American Express accepted.Directions: It is located in the very city centre close to the administrative district of the capital.

     
 

2+3.Tag
Fein, wir sitzen also alle 3 glücklich an Bord unsere LH Maschine, die uns nach Ashgabat fliegt. Martina, laurence und ich – Anna kommt einen Tag später an.
Gegen Mitternacht sind wir in Ashgabagt, es dauert nur eine Stunde um aus dem Flughafen herauszukommen, weir WIR unser Visa schon im Pass haben, die deutsche Reisegruppe, die wir am nächsten morgen treffen, erzählt uns, das sie nach 2 stunden auch heraussen waren. Wir trffen die nette LH crew in demselben Hotel wo wir auch untergebracht sind. David, einer der Stew’s erzählt mir, dass er ein Buch über Achal Tekkiner hat – ich werde es ihm später abkaufen.
So, nun werden wir uns ersteinaml schlafen legen – es ist 3 Uhr morgens – nachdem wir unsere Pässe abgegeben haben und Bava uns mit Manat versorgt ( Lokale Währung – es gibt 2 umtauschkurse, den offiziellen 1USD = 600 Manat und der inoffizielle, den es sinnlos ist anzugeben, weil er sich dauernd ändert, aber im Mai 2006 viermal soviel wert war)

 
 
 
 

Also - am nächsten Morgen
Frühstück, kleine Stadtrundfahrt, dann zur Bank ( Geld mit der Visakarte holen, es gibt keine Geldautomaten in Turkmenistan) und das dauert eine Ewigkeit.
MERKE:
Wenn man nach Turkmenistan fliegt nehme man bitteschön genügend Cash mit!!!
Ach ja Bank...also man geht mit seiner Kreditkarte and den Schalter und sagt wieviel USD, man denn gerne hätte, und wie gesagt eine Ewigkeit später, bekommt man dann seine USD.
Na ja, und durch den inoffiziellen Umtauschkurs multiplizieren sich dann die Manats explosionsartig...
Also nichts wie zum nächsten Bazar, ein paar Manats ausgeben, mal sehen was es da so gibt, ich möchte gar nicht so viel – eigentlich nur ein paar Bücher über Achal Tekkiner und so ein Ding was man den AT’s um den Hals legt, muss ich Laurence später noch einaml fragen wie die dinger heissen - Aladjah’s wie ich später lerne, heisen sie.

     
     
 

Am Nachmittag treffen wir uns mit Chari Sirliyew, dem Verleger und Autor des Buches „The devine horse“ und trinken Tee und plaudern über Achal Tekkiner, und die verschiedenen Linien und wie man die Rasse promoten könnte. Er zeigt uns auch viele alte Bilder von AT’s und Pferderennen. Er fragt uns, wir an Pferderennen interessiert sind, und wir bejahen. Laurence fragt ob er jemanden kennt, der den Ritt Ashgabt – Moskau ’88 mitgemacht hat, Ja Chari kennt jemanden – und ruft an. Er erklärt dem angerufenen wieso, weshalb warum (- wer nicht fragt bleibt dumm..)- und der andere heist auch Chari, und hat zu aller freude auch noch zeit uns zu empfangen.

 
 
 
 

Also werden wir uns am Abend am Alten Hippodrom treffen – wo wir unsere ersten turkmenischen AT’s sehen. Und der althochwürdige Obertrainer von Turkmenistan ist auch da (eine sehr hohe Auszeichnung für Pferdetrainer in Turkmenistan); Wir köannen unser Glück kaum fassen, er hat auch Zeit für uns, und erzählt lang und breit über AT's und, das mit der Linie Karlavatsch die besten Rennergebnisse zu erziehlen sind. Ja, ich frage nach der Linie AK Belek – nein – die gibt es in Turkmenistan nicht mehr, aber Toni Blair hätte einen.

 

 

 

 
 
 
 

 

Am nächsten morgen treffen ich die nette LH Crew und David der hier seinen Geburtstag feiert.
Wir machen mit Bava unsere Sightseeing tour, wir lichten die ganzen schönen Prunkbauten ab, dann geht’s zum Mittagessen in ein schönes, kleines Bistrot – und dann endlich fahren wir zu Khemrah’s Farm.
Wir bekommen seine schönsten Tiere zu sehen und fotographieren was das Zeug hält. Bava wählt mit uns zusammen die Pferde aus. Ich bekomme einen ganz jungen Hengst.
Nachdem die Pferde ausgesucht sind – ich mit „meinem“ Pferdchen freund geworden bin – machen wir einen Proberitt. Es klappt eigentlich ganz gut, Talthir hört recht gut was man ihm sagt und tut das was man von ihm will, toll je länger ich die Zügel lasse, desto langsamer wird er!
Am Abend essen wir dann gemeinsam mit Khemrah – Hammel – ich bekomme Kartoffeln und Tomaten, Hammel ist nicht so mein Ding.
Wir beziehen unsere Zimmer, sie sind sehr sauber mit jeweils zwei Betten und einer Dusche mit kaltem und warmem Wasser.

4. Tag
Am nächsten Morgen geht es los, nach dem Frühstück gibt es gesalzenen Milchreis, aber wie mir meine Mitreiter versichern, ist der Köchin das Salzfass nur ausversehen in den Reis gefallen.
Um 9.00 H satteln wir auf und los geht’s -  noch ist es nicht brütend heiss, eine kleines Lüftchen weht und die Sonne strahlt. Zwei stundenlang reiten wir durch steppenhafte Landschaft. Es gibt nicht viel zu sehen. Wir sehen ein paar Bauern die uns freundlich zuwinken. Die Pferde gehen gut vorwärts. Mittags machen wir eine lange und ausgedehnte Pause. Es ist zu heiss, Martina steckt mir ein paar Akkupunkturnadeln in die Hand, um mich von meinen Kopfschmerzen zu befreien, nach 40 Minuten ist alles wieder gut und am Abend um 5 Uhr geht es weiter, auch wieder 2 stundenlang. Es ist heiss und ich bekomme wieder Kopfschmerzen. Völlig geschafft komme ich im Camp an. Ich schaffe es gerade nochmein Pferd abzusatteln und dann muss ich mich hinlegen. Martina erklärt mir, das ich einen Sonnenstich habe – also legt sie mir ein feuchtes Tuch auf das Gesicht – rot wie eine Tomate bin ich. Später gibt es abendessen, ich denke das es wieder Hammel gibt, mit Bulgur und Weisskraut. Ich bringe nichts herunter. Martina sagt, das ist ganz normal – also mache ich mir auch keine Sorgen. Bava, unser Reiseleiter, gibt mir auch noch ein paar einheimische Wurzelknöllchen, sie sind etwa erbsen gross und sind wahre wunder Knöllchen. Ich gehe früh zu bett. Die anderen haben sich entschlossen auf dem Dach des LKW’s zu schlafen – keien gute idee denke ich und wähle das Zelt. So ich schlafe jetzt ersteinmal meinen Sonnenstich aus.

5.Tag
Um 7.00 H bin ich wach. Ich bin quitschfidel. Wir wollten eigentlich um 8.00 H los, aber da ich die einzige bin die wach ist, wird das ja wohl nichts, ich glaube wir sind erst um 9.00 H los. Toyli einer der beiden männlichen Mitreiter, lädt mich auf einen Kaffee eien, es gibt mit Zucker bestreuten Zwieback, eigentlich sehr lecker – später gibt es auch noch Rühreier mit Tomaten. Viel esse ich davon nicht, mein Magen ist noch nicht „au top niveau“, aber dafür nehme ich nocheinmal Bava’s Wunderknöllchen. Der Ritt am ist wunderbar, es regnet und es ist angenehm kühl . Wir eiten mit einem freundlichen Trab durch die Landschaft, wir kommen schon gegen 10.30 H im Mittagscamp an. Es regnet jetzt stärker und wir sind froh, das wir nicht mehr auf unseren Pferden sitzen müssen und uns vor dem Regen schützen können. Am Nachmittag bleibt der Himmel weiterhin bedeckt. Am Abend kommen wir im Camp an, das nahe bei einem kleinen Dorf aufgebaut ist. Anna und ich schauen uns das Dorf an – viel zusehen gibt es nicht, ausser ein paar buntgekleideten Frauen, die ihre Kamele melken.
Die Technik ist ganz einfach: zuerst kommt das Kamelfohlen an die Reihe, das saugt an, dann wird es weggeschubbst und die Bauersfrau melkt weiter, so ungefähr 2-3 Liter und zu schluss darf dann das Fohlen wieder. Wie es der Brauch so will werden wir auf eine Schale Kamelmilch eingeladen. Ich denke; hoffentlich schmeckt das Zeug nicht wie Schaf’s oder Ziegenmilch, aber OH wunder, es schmeckt gar nicht mal so übel, eher so wie leicht gesalzener Trinkyoghurt – aber das ist nur der Geschmack der oberen Schicht – die Kamelmilch trennt sich auf – so wie Essig und ÖL – und die untere Schicht schmeckt nach einer fermentierenden Flüssigkeit – die den Namen Schaal trägt.
Wir fragen ob wir fotographieren dürfen, und die Dorffrauen bejahen. Wir entdecken eine Jurte, eine Echte – keine die für Touristen extra hingestellt wurde. Wir kommen noch an einer Schafherde vorbei, einem Haus mit Satellitenschüssel auf dem Dach und dann gehen wir langsam wieder zurück ins Camp.
Bat’r hat wieder irgendetwas mit Hammelfleisch gezaubert, aber ich muss davon nichts essen – uff – ich bin nicht sonderlich scharf auf Hammelfleisch. Ich hatte Bava vor der Reise geschrieben, das ich dann lieber einfach nur veggies esse.
Inzwischen haben Martina und Anna auch schon genug vom Hammelfleisch und geben es bereitwillig den männlichen Mitgliedern unseres Teams – ihre Beliebtheit steigt proportional zur Fleischabgabe J
Ich schaue Martina an und sage ihr, das sie grün ist im Gesicht – sie hat sich am morgen erkältet unter dem Regen, die Nacht ist grauenhaft für sie und am nächsten Morgen wird sie ersteinmal mit Immodium behandelt.

6. Tag
Der nächste Morgen fängt wieder grau an – schön – freue ich mich, dann muss ich wenigstens nicht schwitzen und wieder einen Sonnenstich einfangen. Bava sagt mir, ich solle mich anders kleiden; dicke Jeansjacke und ein nasses , weisses Tuch um den Kopf; nun das probiere ich – und – es funktioniert erstaunlich gut, ich lasse also meine Reitstiefel und und den Reithelm im Gepäck.
Immer wieder reiten wir durch die unterschiedlichsten Wüstenlandschaften, es wechselt über sandig, flach, hügelig, steppenhaft bis zu sanddünen.
Der Tag verläuft ohne grosse aufregung. Wir reiten im Schritt oder galoppieren durch die Wüstenlandschaft, viele Tierarten ausser Kamelen bekommen wir nicht zu gesicht – ausser ein paar grössere Eidechsen ab und zu.
Abends im Camp bereitet uns Bava eine lokale Köstlichkeit. Eine Art Creme mit Wasser kleingeschnittenen Gurken  und Zwiebeln und vermischt . Jeder stürtzt sich drauf . Später spielt Bava auf seiner Gitarre irgendetwas selbst komponiertes...